Sport senkt Reizschwelle für Asthma-Anfälle


Sport senkt Reizschwelle für Asthma-Anfälle

Hopfen am See. Sport und Bewegung sind gesund – auch für Asthmatiker. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Andreas Rembert Koczulla, Oberarzt am Uni-Klinikum Gießen und Marburg, der bei den achten EnzensbergerSportmedizintagen vom 10. bis 13. September über das Thema „Sport beiAsthma – Mythen und Fakten“ sprechen wird. Er und rund 100 Sportmediziner,Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler aus ganz Deutschland folgen derEinladung des Organisators und Leitenden Oberarztes der AbteilungOrthopädie der Fachklinik Enzensberg, Dr. Holger Reimers, und referieren unddiskutieren an den vier Tagen über verschiedene sportmedizinische Themen.


Sobald Asthmatiker sich körperlich anstrengen, können Husten, pfeifende Atmung
und Luftnot auftreten. Dennoch sind Sport und körperliche Aktivität auch für
Asthmatiker wichtig für das Wohlergehen, das seelische Gleichgewicht und natürlich
auch gesund - sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Untersuchungen haben
ergeben, dass sich ein guter Trainingszustand günstig auf das Asthma auswirkt.
Regelmäßiges Training verbessert die Lungenfunktion bei jedem Menschen. Auch
bei Asthmatikern steigt die Reizschwelle für das Auftreten eines Asthma-Anfalls.


„Ziel eines Trainings sollte sein, dass Asthma-Kranke unbeschwert sportlich aktiv
sein können“, sagt Prof. Koczulla. Doch welche Sportarten sind für Asthmatiker
geeignet? „Alle Ausdauersportarten, wie Laufen, Schwimmen, Radfahren, Wandern,
Tanzen und Inline-Skating, aber auch regelmäßige Kraftsportaspekte sind bei
Asthma geeignet. Ausdauersport stärkt nicht nur Herz und Kreislauf, sondern scheint
auch Entzündungen, die beim Asthma gegeben sind, günstig zu beeinflussen“, so
der Mediziner. Asthmatiker sollten eine Sportart wählen, die sie langsam beginnen
und regelmäßig betreiben können. So können sie Ihren Körper an die Anstrengung
gewöhnen und die Belastung nach und nach steigern. „Wichtig ist, dass sich jeder
Asthmatiker untersuchen lässt, bevor es mit dem sportlichen Training anfängt“, rät
Prof. Koczulla.


Doch nicht nur das Thema „Sport und Asthma“ wird an den Enzensberger
Sportmedizintagen im Mittelpunkt stehen. Auch Themen wie „Sportgetränke und
Biodoping“, „Nephrologie in der Sportmedizin“, „Sportklettern und die mögliche
Risiken“, „Krafttraining im Wandel der Zeit“ und „Amputation und Sport“ sind unter
anderem im diesjährigen wissenschaftlichen Programm. Das Team rund um
Organisator Dr. Holger Reimers bietet seinen Teilnehmern außerdem an allen vier
Tagen ein breites Sport-Programm an: von Radsport über Rudern, Nordic-Walking,
Reiten, Canyoning bis hin zu Bergwandern und Klettern, Golf und Rafting.


Die Enzensberger Sportmedizintage finden alle zwei Jahre statt und sind ein interdisziplinäres Sportmedizin-Symposium für Ärzte, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler. Mehr Informationen und das gesamte Programm der 8. Enzensberger Sportmedizintage entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm-Flyer.


Über die m&i-Fachklinik Enzensberg

Die Fachklinik Enzensberg ist eine Klinik für Spezialisierte Akutmedizin und Medizinische Rehabilitation. Sie verfügt über die Fachbereiche Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie/Neuropsychologie, Innere Medizin und Psychosomatik, über ein interdisziplinäres Schmerzzentrum sowie eine geriatrische Abteilung und eine Spezialabteilung für Reha/Case Management Support. Außerdem besitzt die m&i-Fachklinik Enzensberg eine Gehschule für Beinamputierte.

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